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der PG Saalethal

 

 


 

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Liebe Mitchristen, liebe Leserinnen und Leser,

Weihnachten macht uns eine große Geschichte auf: Gott wurde Mensch. Das ist so groß, das ist so unbegreiflich. Auf einer Weihnachtskarte habe ich einmal die provozierende Überschrift vom „heruntergekommenen Gott“ gelesen. Und in der Tat feiern wir Christen an Weihnachten, dass Gott „herunterkommt“, dass er herabsteigt aus seiner Allmacht und Unberührbarkeit und als Mensch auf die Erde kommt.

Wir feiern einen Skandal: die Geburt eines jüdischen, verfolgten, ehelosen Asylanten, einen vom Himmel heruntergekommenen Sohn Gottes. Was für ein Auftakt ins Christentum!

„Heruntergekommen“ trifft es aber auch: er wird in einem Stall geboren und auch später, in dem weiteren Leben Jesu, solidarisiert er sich mit den Menschen am Rande der Gesellschaft. Seit dieser Menschwerdung sind alle - Juden, Verfolgte, Ehelosen, Asylanten und Zukurzgekommene - besondere Kinder Gottes. Ein Kind hat sie in ihrer Würde rehabilitiert.
Stellen wir fest: Weihnachten ist erst dann, wenn wir solche Menschen als unsere Schwestern und Brüder behandeln: mit Liebe.

Ein Text von Johann Pock kann uns das noch etwas verdeutlichen:

Geboren in einem Viehstall
die Eltern auf Herbergsuche
und dann noch auf der Flucht nach Ägypten:
was für ein Lebenslauf für einen angehenden
König und Gottessohn.

Ganz schön heruntergekommen
ist der Schöpfer der Welt:
herabgestiegen aus der Unberührbarkeit
entflohen den schützenden Reinheitsvorschriften
und priesterlichen Zugangsbeschränkungen.

Und nun ist Gott zu finden
unter den Heruntergekommenen
den Zu-kurz-Gekommenen
den Gefangenen und Verachteten
den Flüchtlingen und Ausgestoßenen

den Kleinen und Schwachen
den Kranken, Trauernden und Einsamen.

Der heruntergekommene Gott
ist jetzt einer von uns.
Der Unberührbare
rührt zu Tränen von Freude und Leid
und ist selbst zu Tränen gerührt.

Das Herunterkommen veränderte zugleich
den Blick Gottes auf den Menschen.
Erste werden Letzte
und Letzte werden Erste sein.
Der Wechsel der Perspektive ist
auf ewig eingeschrieben in die
Herzwunde des Gottessohnes.

Diesem Gott begegne ich
nicht mehr zuerst im Tempel und in Kirchen
sondern in den Höhen und Tiefen des Alltags
in der Stille und im Lärm
und vor allem
im Antlitz meiner Nächsten.

(Johann Pock ist Redaktionsmitglied von feinschwarz.net
und Professor für Pastoraltheologie in Wien)

Ihr Diakon
Christoph Glaser

 


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Aktuelles

Auszeit für die Seele

Herzliche Einladung am Sonntag, den 23. Januar 2022 um 18:00 Uhr in die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer Euerdorf zur "Auszeit für die Seele ...

Aktion Dreikönigssingen 2022

Gesund werden - Gesund bleiben Aufgrund der aktuellen Corona-Lage können auch in diesem Jahr die Sternsinger wieder nicht von Haus zu Haus gehen und ihren Segen wie gewohnt bringen und Spenden ...

Glosse

Es gibt ein Leben nach Weihnachten!“

 

Vielleicht denken Sie sich gerade: „Jetzt ist das zu spät, hätte mich mal jemand eher daran erinnert, dass es ein Leben nach Weihnachten gibt.“

Jetzt wo ich vor lauter Vorbereitungen für das Fest völlig abgehetzt und fix und fertig bin: vom Einkaufen, Plätzchen backen, Geschenke besorgen, Schmücken, Putzen, Weihnachtspost erledigen ...

So sehr wir oft einen guten Anlass brauchen und Weihnachten ist nun mal das Fest der Liebe, da ist es natürlich schön, an viele zu denken und ihnen eine Freude zu machen. Aber freut man sich während des Jahres nicht auch über ein kleines Geschenk, einen lieben Gruß, einen Anruf, einfach mal so, ohne Anlass?

Geschenke_zum_verschenken_mit_Jesuskind.png

 Als Christen dürfen wir durch Weihnachten unser Leben noch einmal in einem ganz anderen und besonderen Licht sehen: Der Himmel ist offen. Was für eine Perspektive wird uns da von Gott durch seine Menschwerdung in Jesus geschenkt!

Und wenn Jesus die Chance bekommt, in mir zu wachsen und groß zu werden, dann gibt es sowas von ein Leben nach und durch Weihnachten!

Auf das Leben

Ihr/euer
Pfarrer Gerd Greier

 

Impuls

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