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Hausgottesdienst -
12. Sonntag im Jahreskreis (B),
23.06.2024

Lied: Singt dem Herrn ein neues Lied (GL 409)

Einleitung

Viele Wundererzählungen begegnen uns im Neuen Testament. Jesus heilt viele Kranke, speist große Menschenmengen und erweckt sogar Lazarus von den Toten. Ein solche Erzählung begegnet uns auch heute im Markusevangelium, indem Jesus seine Jünger aus der Seenot rettet. Aus dieser Botschaft ergibt sich auch für jeden persönliche Fragen: Was ist für unseren Glauben entscheidend? Ist es die Kindheitsgeschichte Jesu, seine Reise als Wanderprediger oder die Erzählungen um Tod und Auferstehung? Letztendlich zählt: Wenn sich uns die Liebe Gottes in diesen Botschaften offenbart, kann unser Glaube reiche Frucht tragen.

Kyrie-Ruf

Herr Jesus Christus, du kennst unsere Ängste und Sorgen.
Herr erbarme dich.

Herr Jesus Christus, du bist an unserer Seite in allen Lebenslagen.
Christus erbarme dich.

Herr Jesus Christus, du berufst uns alle zu Boten deiner Liebe und Barmherzigkeit.
Herr erbarme dich.

Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er verzeihe uns unsere Schwächen und führe uns zu neuen und ewigen Leben. Amen.

Gebet

Vater im Himmel, durch Jesus Christus haben wir erfahren dürfen, dass du uns durch und durch kennst und uns trotzdem liebend annimmst. Ja, dass du uns immer wieder einen Neubeginn schenkst. Wir bitten dich am Beginn dieser Woche, sei du an unsere Seite, damit wir dem Vorbild deines Sohnes immer besser folgen können. Das erbitten wir durch ihn, Jesus, unseren Bruder und Herrn. Amen.

Evangelium (Mk 4 ,35-41)

An jenem Tag, als es Abend geworden war, sagte Jesus zu ihnen: Wir wollen ans andere Ufer hinüber fahren. Sie schickten die Leute fort und fuhren mit ihm in dem Boot, in dem er saß, weg; und andere Boote begleiteten ihn. Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm und die Wellen schlugen in das Boot, so dass es sich mit Wasser zu füllen begann. Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief. Sie weckten ihn und riefen: Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen? Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich und es trat völlige Stille ein. Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben? Da ergriff sie große Furcht und sie sagten zueinander: Wer ist denn dieser, dass ihm sogar der Wind und das Meer gehorchen?

Gedanken zum Evangelium

„Ich bin sofort da!“ Das ist so eine Sache bei uns Menschen: das sofort kann dauern.
Im Evangelium war Jesus sofort da als ihn die Jünger voller Panik und Todesangst aufweckten und zu Hilfe riefen. „Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief.“ Wie bitte konnte Jesus bei diesem Sturm einfach schlafen - seelenruhig?
Seelenruhig: Was für ein Segen sind Menschen, die die Ruhe bewahren, gerade wenn Panik ausbricht. Jesus ist die Ruhe in Person.
Jesus ist in unseren Booten dabei: In unserem Lebensboot und im Schiff der Kirche. Und das bedeutet nicht, dass es keine Stürme mehr gibt. Sowohl von außen als auch manchmal an Bord.
Manchmal kann man auch denken: Jesus schläft. Gott ist weit weg. Gerade dann, wenn man sich von Gott und der Welt verlassen fühlt, einem das Wasser bis zum Hals steht, es drunter und drüber geht, man mit Ängsten, ja sogar Todesängsten zu kämpfen hat, Panik ausbricht.
Gott lässt es zu, dass Wasser seine Grenzen überschreitet: bei Hochwasser und Sturmfluten beispielsweise. Er lässt es zu, dass Menschen Grenzen überschreiten, andere Länder überfallen und Kriege beginnen. Auch im Alltag, wenn Menschen rücksichtslos, ohne Gespür, egoistisch, unverschämt und verletzend sind, einem zusetzen und fertig machen.
Auch wenn Gott in seiner Allmacht ein Machtwort sprechen kann und (...) Sturmfluten Grenzen setzen könnte (...), er hat sich selbst eine Grenze gesetzt bei uns Menschen.
Er greift nicht ein. Er achtet unsere Freiheit.
Es kümmert Gott, wenn wir bedrängt werden, wenn unsere Seele vor Not verzagt, wenn alles in Wanken gerät, so heißt es in Psalm 107.
Und Jesus kümmert sich sofort um die in Panik geratenen Jünger, die sich in ihrer Verzweiflung an ihn klammern, ihn aufwecken und rufen: sofort!
„Ich bin sofort da!“ Bei den Jüngern im Boot mitten im Sturm war Jesus sofort da.
Er ist sofort da. Das heißt nicht, dass gleich alle Probleme weggezaubert sind.
Ich kann mich von der Seelenruhe Jesu, seinem Dasein, seiner Klarheit und seiner Allmacht beruhigen und anstecken lassen, um selber Ruhe zu bewahren.
„Schweig, sei still!“, spricht Jesus sein drohendes Machtwort zu dem Wind. „Und der Wind legte sich und es trat völlige Stille ein.“
„Schweig, sei still!“
Wenn um mich herum Panik ausbricht, wenn ich in Gefahr bin, mich davon anstecken und mitreißen zu lassen wenn Ängste mich bedrängen, alles ins Wanken gerät, wir von Verzweiflung verzagen. Dann können wir Jesus rufen und ihn bitten, dass er sofort in mir sein Machtwort spricht: „Schweig, sei still!“
Dann kann ich ruhig werden und still. Dann kann ich klar sehen, was jetzt am Besten zu tun ist, damit auch andere wieder ruhiger werden und das rettende Ufer sehen und zum sicheren, ersehnten Hafen gelangen.

(Gerd Greier)

Lied: Gott liebt diese Welt, und wir sind sein Eigen (GL 464)

Fürbitten

Herr und Gott, wie Jesus seine Jünger in seine Nachfolge gerufen hat, so rufst du auch uns heute in deine Nachfolge. Deshalb bitten wir:

Wenn Menschen an deiner Botschaft zweifeln oder auf der Suche nach Antworten sind.
Sei du bei Ihnen.

Wenn Menschen auf der Flucht sind vor Krieg, Hunger oder den Folgen der Klimakrise.

Wenn Menschen in Einsamkeit zu Hause oder im Heim leben und niemand mehr an sie denkt.

Wenn Menschen Gewalt, Mobbing und Ausgrenzung in der Gesellschaft erfahren.

Wenn Menschen auf der Suche nach ihrer eigenen Identität sind und sich selbst nicht annehmen können.

Wenn Menschen ihren Lebensweg hier auf Erden vollendet haben.

Guter Gott, du bist unser Weggefährte in Freud und Leid. Bei dir dürfen wir uns geborgen wissen in Zeit und Ewigkeit. Amen

Einleitung zum Vaterunser

Wort Gottes, des Herrn: Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott (Jes 41,10). Deshalb beten wir:
Vater unser im Himmel …

Schlussgebet

Vater im Himmel, bleibe du mit uns unterwegs, was immer das Leben von uns abverlangt und lass uns auf das Leben deines Sohnes schauend, immer mehr zu dem Menschen werden, den du dir in uns erdacht hast. Das erbitten wir durch Jesus, den Menschenfreund, der uns zugesagt hat, alle Tage bei uns zu sein.
So segne uns der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Lied: Nun singe Lob, du Christenheit (GL 487)

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Glosse

Frohe Sommerfereien

Impuls

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Konzert 02 04 Fasching