Das Sakrament der Krankensalbung gehört zu den sieben Sakramenten der Kirche und ist ein Zeichen der Stärkung für Kranke. Stärkung, Zuspruch und Ermutigung für Kranke ist der Sinn in diesem Sakrament.
Die Krankensalbung hat ihren Platz im Leben bei schwerer Krankheit, als Stärkung vor einer größeren Operation, als Zuspruch in Gebrechlichkeit. Sie ist eigentlich nicht als Sterbesakrament gedacht. Deshalb dürfen Sie sich auf lange vorher und als Wegbegleitung in Krankheit dieses Sakrament schenken lassen.
Die Krankensalbung wird durch einen Priester gespendet. Dabei zeichnet der Priester mit Salböl ein Kreuz auf die Stirn des Kranken und spricht ihm zeichenhaft das von Christus verkündete Heil zu, Ermutigung in Angst und Sorge, Stärke in der Schwäche, Heilung, Aufrichtung in der Ohnmacht und die Vergebung von drückender Schuld.
Der Priester spricht: „Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes: Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf.“
Die Krankensalbung soll dem Kranken Stärkung und Linderung sowie das Vertrauen auf den Beistand Christi schenken. Volkstümlich wird sie häufig noch als „Letzte Ölung“ bezeichnet, da sie lange Zeit nur Sterbenden gespendet wurde.