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Impuls für einen Gottesdienst zum Pfingstmontag

zur Gestaltung zu Hause

Gedanken von Gemeindereferentin Barbara Voll

 

Eröffnung:

Wir beginnen diese Feier

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und Heiligen Geistes.

Lied: GL 347, 1+2 >Der Geist des Herrn

Gebet:

Guter Gott,

am heutigen Tag erinnern wir uns, dass du zu allen Völkern und Nationen deinen heiligen Geist sendest und die Menschen als Kirche vereinst.
Erfülle die ganze Welt mit den Gaben des Heiligen Geistes.
Was deine Liebe am Anfang der Kirche gewirkt hat, das wirke auch heute in den Herzen aller, die an dich glauben.
Darum bitten wir heute und an allen Tagen bis in Ewigkeit.
Amen

Evangelium Joh 15, 26.27 - 16,1-3.13-15

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen. Und auch ihr legt Zeugnis ab, weil ihr von Anfang an bei mir seid. Das habe ich euch gesagt, damit ihr keinen Anstoß nehmt. Sie werden euch aus der Synagoge ausstoßen, ja es kommt die Stunde, in der jeder, der euch tötet, meint, Gott einen heiligen Dienst zu leisten. Das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben. Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in der ganzen Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird reden, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird. Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden. Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden.

Gedanken:

Es ist Pfingstmontag - der zweite Feiertag an einem Hochfest. Ganz bewusst ein weiterer Tag, um das Ereignis in sich wirken zu lassen.
Und ein Tag um sich mit der Festfreude im Alltag zu verankern:
Was wird aus Pfingsten in unserem Alltag? Wo ist da etwas vom Heiligen Geist spürbar?
Noch dazu in der aktuellen Krisensituation?
Ist es nicht so, dass gerade jetzt ein langer Atem gefordert ist, um durch Krisen zu kommen.
Gott sei dank erhalten wir mit dem Geist Gottes den nötigen Atem in vielfältiger Weise.
Im Buch Jesaja werden sogar sieben Gaben des "Geistes des Herrn" beschrieben.
(Jes 11,2-3) Und genau diese Eigenschaften entdecke ich in den letzten Wochen in ganz vielen Situationen, Gesprächen und Erlebnissen.

Bei einer Unterhaltung über die akutelle Situation bemerkt eine ältereFrau: "Ach, den Urlaub haben wir schon vor Jahren abgesagt!" Da muss ich schmunzeln.
Feuerflamme- Geist der Weisheit sei nah!

Eine Mutter berichtet von der belastenden Situation zwischen Homeoffice und Homeschooling mit drei Kindern. Ich höre heraus, dass viel Disziplindazu gehört als Berufstätige das Arbeitspensum zu bewältigen; viele Grundlegende Kenntnisse und Geduld als Ersatzlehrerin gefordert sind; viel Liebe, Offenheit und Kraft als Mutter nötig sind, um das Spagat der Erwartungen zu erfüllen.
Feuerflamme- Geist der Stärke sei nah!

In den letzten Wochen gab es viele Telefonate und Videokonferenzen. Immer wieder kam die Frage auf, wie es in der aktuellen Situation geht, was einen bewegt. Dabei tat es gut, Gedanken und Empfindungen aussprechen zu können, andere Sichtweisen zu hören und gemeinsam zu überlegen: Wie gehen wir mit der Situation um? Wer braucht unsere Unterstützung? Was sind die nächsten angemessenen Schritte?
Feuerflamme- Geist des Rates sei nah!

In einer ungewohnten Zeit fühlen sich einige fern von Gott, ihnen fehlt die Gemeinschaft im Gottesdienst u.ä.. Andere nutzen die gewonnene Zeit und Ruhe, um noch tiefer einzutauchen in das Geheimnis Gottes, erleben sich in seiner Gegenwart geborgen und beschützt, finden so Halt in schwieriger Zeit. Auch das Glockenläuten lädt ein zum Gebet. Zu bestimmten Zeiten will es uns erinnern, sich mit Gott und den Mitchristen im Gebet zu verbinden.
Feuerflamme- Geist der Frömmigkeit sei nah!

Virologen und Gesundheitsexperten sind seit Wochen und Monaten gefragte Personen. Ihr Wissen und ihre Empfehlungen werden genutzt, um allgemeingültige Vorgaben und Lockerungen in Kraft zu setzen. Manchmal tun wir uns schwer, einen Sinn darin zu erkennen.
Feuerflamme- Geist der Erkenntnis sei nah!

Das Leben ist ein Geschenk Gottes. Jeder Mensch hat das Recht auf Leben. Wer sich an die Vorgaben der Kontaktbeschränkung, des Abstandhaltens und Tragen eines Mund-Nasen-Schutz hält, zeigt damit die Ehrfurcht vor dem Geschenk des Lebens und wünscht dem anderen auch gesund zu bleiben.
Feuerflamme- Geist der Gottesfurcht sei nah!

Als ich mit einer älteren Frau telefoniere, teilt sie mir ihre Gedanken mit: "Wissen Sie, ich lebe schon einige Jahre allein. Mein Mann ist schon vor längerer Zeit verstorben. Und nachdem nun meine Kräfte nachlassen, bin ich ziemlich isoliert. Ich habe kaum noch Kontakte nach außen, wenn dann telefonisch. Über Zeitung und Fernseher halte ich mich auf dem Laufenden. - Diese Isolation müssen erstmal die aushalten, die jetzt demonstrieren für mehr Freiheitsrechte! Sollen Sie lieber froh sein, dass sie gesund sind!"
Feuerflamme- Geist der Einsicht sei nah!

Und wie ist es bei ihnen?

- Wo haben Sie in der Zeit der Corona-Krise diese Gaben des Heiligen Geistes in ihrem Leben bzw. im Lebensumfeld entdecken können?

- Welchen Gabe des Heiligen Geistes wünschen Sie sich, um die derzeitige Situation gut bewältigen zu können?

Lied: GL 346 > Atme in uns Heiliger Geist

Fürbitten

Siebenfältig wirkt der Heilige Geist an uns, an unserer Kirche und unserer Gesellschaft, an der Menschheit und der Welt. Wir bitten um seine Gaben.

 Für die Menschen, den die Aufgabe des Leitens und Regierens anvertraut ist: Schärfe ihren Verstand, damit sie dem Wohl der Menschen in ihrem Land dienen.

 Für die Menschen, die in der Wissenschaft tätig sind: Lass sie bei der Forschung wertvolle Fortschritte machen und dabei die Würde des Menschen sowie der ganzen Schöpfung nicht aus dem Blick verlieren.

 Für alle, die junge Menschen ausbilden, Wissen und Werte vermitteln: Lass sie Wege finden, dass die Heranwachsenden ihre je eigene Berufung finden können.

 Für alle, die als Mediziner oder Psychologen für das Wohlergehen der Menschen Sorge tragen: Hilf ihnen, dass sie allen, die Hilfe brauchen, gute Ratgeber sind.

 Für alle, die einen Beruf in deiner Kirche ausüben: Rufe Menschen in deinen Dienst, die auf deinen Geist als bestärkende und lenkende Kraft erkennen.

 Für alle, die Verantwortung tragen für die Weitergabe des Glaubens: dass sie als treue Zeugen deiner Botschaft wirken und aus der Liebe zu Gottes handeln.

 Für alle Menschen, die schwierige Zeiten ertragen müssen: dass sie deine Stärke spüren können und neue Orientierung erhalten.

 Für alle Trauernden und Verstorbenen: Richte sie auf mit deinem Geist, der Leben schafft.

Vater unser gemeinsam beten

Segensbitte:

Jesus sichert uns zu:
Ich lasse euch nicht allein, ich sende euch den Heiligen Geist, er ist Beistand und Tröster des Vaters,
er lässt euch Tag für Tag in der Gemeinschaft mit Gott leben.
So bitten wir:
Gott, sei bei uns und lass uns deine Nähe spüren.

+ durch den Vater, Sohn und Heiligen Geist. Amen

Weitere Liedvorschläge:

GL >351 Komm Schöpfer Geist

GL 785 >O komm herab du Heiliger Geist

Aktuelles

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Vom 16.08. bis 15.09.22 übernimmt Herr Dr. Peter Okafor (aus Nigeria) die Urlaubsvertretung im Pastoralen Bad Kissingen ...

Glosse

 „Namen sind Schall und Rauch!“

 

„Jetzt reicht's!“
Innerhalb kürzester Zeit war ich:
- der Herr Kriener
- der Herr Greiner
- der Gerhard…
- gerade eben Herr Greyer

und das noch Lustigste: Ein Kommunionkind aus Herz Jesu/Bad Kissingen kam nach dem Erstkommuniongottesdienst zu mir mit dem geschenkten Kreuz der Gemeinde: Daran war ein kleiner Gruß u.a. von mir mit meinem Namen: Gerd Greier! Und er schaute mich fragend an und sagte: „Ich dachte Du heißt HERR und jetzt steht da GERD?!“

Und als ich einer Kollegin mein Leid klagte, bekam ich auch noch zur Antwort: „Namen sind Schall und Rauch!“ Na Danke!

  

Ich hoffe doch Gott kennt mich bei MEINEM NAMEN!

Namensschild


Und na ja, das mit „Gerd“ hat mir noch nie so richtig gefallen; war halt ein Modename in den 70ern; und mein Vater hieß Gerhard; und ich dann halt Gerd. Früher habe ich als Kind immer dann als persönlichen Ausgleich meinen zweiten Vornamen dazugesagt; den verrate ich aber nicht - ich bin schon froh wenn ich mit meinen beiden Namen richtig angesprochen werde: Gerd Greier!

Vielleicht hätte ich doch in ein Kloster eintreten sollen? Da hätte ich mir einen anderen Namen wählen können, zumindest den Vornamen!

Gerd Greier, Pfarrer

 

Impuls

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