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Hausgottesdienst -
16. Sonntag im Jahreskreis (B), 18.07.2021

 

Lied: Kommt herbei, singt dem Herrn (Gotteslob 140, 1-4)

 

Einleitung

Halt, Hoffnung und Orientierung, das alles will uns Gott mit seinem Wort schenken. Gott sorgt sich in Liebe um uns und um alle Menschen. In Jesus ist Gott uns nahe. Jesus ist uns nahe und wir sind ihm nahe, wenn wir uns um ihn versammeln. In seiner Nähe können wir Ruhe finden, Kraft finden für unseren Alltag, und auftanken. Grüßen wir IHN in unserer Mitte.

 

Kyrie-Ruf

Herr Jesus Christus,
du bist voller Mitleid mit denen, die keinen Halt im Leben finden
und um die sich niemand kümmert.
Herr, erbarme dich.

 

Herr Jesus Christus,
du willst mit deinem Leben Frieden stiften und Versöhnung schaffen.
Christus, erbarme dich.

 

Herr Jesus Christus,
du nimmst Menschen in deinen Dienst,
aber du lässt sie auch Stille und Einsamkeit suchen.
Herr, erbarme dich.

 

Gebet

Herr Jesus Christus, immer wieder haben Menschen dich aufgesucht, deine Worte zu hören und in deiner Nähe deine Liebe zu erfahren. Ihre Zahl war groß. Auch heute leben viele Menschen ohne Halt, ohne ein gutes Wort zu hören. Wir sind hierhergekommen, weil du uns mit guten Worten beschenkst, Worten, die Mut machen, Worten, die aufleben lassen. Mache uns jetzt offen für dich. Amen.

 

Evangelium (Markus 6, 7-13)
In jener Zeit versammelten sich die Apostel, die Jesus ausgesandt hatte, wieder bei ihm und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. Da sagte er zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus! Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen. Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. Aber man sah sie abfahren und viele erfuhren davon; sie liefen zu Fuß aus allen Städten dorthin und kamen noch vor ihnen an. Als er ausstieg, sah er die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange.

 

Gedanken zum Evangelium:

Kaum hatten wir das Ziel aus den Augen verloren, da verdoppelten wir unsere Anstrengungen“. Dieses ist ein Spruch des Autors Mark Twain. Wer ein Ziel hat, kann seine Kräfte gezielt einsetzen. Wer ein Ziel hat, der weiß auch um den Sinn von dem, was er tut. Wer ein Ziel hat, der weiß auch wofür er lebt. Wenn ich weiß, welch einen Sinn eine Arbeit hat, ein Tun, dann kann diese Arbeit anstrengend sein. Wenn ich den Sinn einer Arbeit, einer Aufgabe nicht sehen kann, dann kann sie mehr erschöpfen als alles andere. Ich glaube, viele von uns haben Erfahrungen damit, ein Ziel erreichen zu wollen. Ich glaube ebenso, dass viele die andere Situation auch kennen, etwas ohne Plan und Ziel zu tun.

Jesus ist vielen Menschen begegnet. Er hat mit vielen Menschen Mitleid gehabt. Jesus war ein gesuchter und auch gefragter Mann. Mit seinen Worten und auch mit seinen Taten hat er den Menschen Mut und Hoffnung schenken wollen. Er hat ihnen gezeigt, dass wir alle auf ein Ziel zugehen. Dieses Ziel heißt: „Leben mit Gott!“. Gott ist der Grund, das Fundament unseres Lebens. Seine Liebe zu uns lässt uns leben. Gott hat diese Welt aus Liebe geschaffen, damit wir erfüllt und glücklich auf ihr leben können. Er hat uns Menschen die Möglichkeit gegeben, miteinander in Freundschaft zu leben, Gemeinschaft untereinander zu erfahren. Damit uns dieses gelingt, dazu hat er seine Gebote als Richtschnur gegeben. Unser Lebensziel ist es, nach diesem Leben einmal wieder in der Gemeinschaft mit Gott verbunden zu leben. Dort, wo wir unser Leben aus dem Glauben an Gott gestalten, dort können wir auch schon eine gewisse Ahnung von dem Glück bekommen, das uns versprochen ist. Jesus hat die Menschen nicht einfach nur vertröstet auf ein besseres Jenseits. Er hat ihnen die Liebe Gottes neu gezeigt.

Er hat viele Menschen gesehen, die genau das aus den Augen verloren haben. Darum waren sie auch wie Schafe, die keinen Hirten haben. Ihr Leben erschien sinnlos, weil sie Gott und seine Gebote aus den Augen verloren haben. Und diejenigen, die sich um sie hätten kümmern sollen, haben es nicht getan. Viele Menschen, die Jesus in Scharen aufsuchten, haben sich von dem berührt gefühlt, was Jesus sagte. Jesus hat in ihnen Sehnsüchte nach Liebe, nach Gerechtigkeit angesprochen, und zwar durch Wort und Tat.

Wenn wir in unsere Zeit von heute schauen, dann spüren wir doch oft dasselbe. Wir erleben Menschen, die hoffnungslos leben. Wir erleben Menschen ohne Orientierung und Halt. Was müssen nicht diese Menschen Anstrengungen unternehmen, um ihrem Dasein einen Sinn abzugewinnen? Wer sehnt sich nicht danach, geliebt zu werden, einfach, weil es ihn gibt, nicht aufgrund von Leistungen, nicht aufgrund der körperlichen Schönheit, sondern einzig, weil jemand mir Liebe schenkt. Menschen versuchen sich immer auf bestimmte Weise, sich die Liebe und das Ansehen anderer zu verdienen, zu erwerben, auch das Ansehen vor sich selbst. Dabei sind wir schon angesehen von Gott, unabhängig. Der Glaube an Gott kann uns Gelassenheit schenken, kann uns doch befreien von derlei Anstrengungen. Er kann uns befreien aus den Anstrengungen, uns selber den Sinn unseres Lebens selber geben zu müssen. Der Glaube an Gott lässt so manche Frage nach dem Warum und dem Wozu das alles verstummen.

Jesus zeigt, dass er der gute Hirte ist. Er will den Jüngern und auch uns Gelassenheit schenken. Als er sieht, dass die Jünger müde und erschöpft von ihrem Dienst zurückkehren, da lässt er sie ausruhen. Er sieht, wie große das Bedürfnis bei den Menschen ist. Er hat einen Blick für die, die er aussendet. Jesus verlangt nicht zu viel. Jesus überfordert nicht. Jesus setzt seine Menschen unter keinem Termindruck. Er beruft die Menschen dazu, sich einzusetzen. Doch keiner muss mehr geben, was er hat. Keiner muss über seine Kräfte wirken.

Schon kommt mir heute das Wort vom Burn out in den Sinn. Wenn Jesus mich nicht überfordern oder überlasten will, dann brauche ich es auch nicht zu tun. Dann darf ich aber selbst auch andere nicht überfordern. Sicher stehen viele Menschen im Beruf unter Druck, möglichst viel, in möglichst kurzer Zeit, möglichst perfekt zu tun. Ich muss mich aber auch fragen, wieviel Druck ich mir selber mache, um vor mir selbst zu bestehen, um meinen Wert zu beweisen. Ich darf immer wissen: Gott sieht mich als wertvoll an. Lass ich mich von ihm, der mein Hirte ist, leiten und führen. Verlieren wir Gott nicht aus den Augen. Wenn ich dieses Ziel nicht aus den Augen verliere, dann, so möchte ich mit Mark Twain sprechen, werden meine Anstrengungen geringer werden, dann kann ich gelassen leben.

 

(Jörg Thiemann)

 

Lied: Mein Hirt ist Gott der Herr (Gotteslob 421, 1-3)

 

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du bist voller Sorge um die Menschen. Voll Vertrauen und Hoffnung tragen wir dir unsere Bitten vor:

 

  • Viele Menschen leiden an verschiedenen und großen Sorgen.
  • Sei durch den Einsatz vieler Menschen besonders denen nahe,
    die keine Heimat finden und abgelehnt werden.
  • Schenke denen, die keinen Sinn im Leben finden können, echte Begegnung mit deinem Evangelium.
  • Stelle den Jugendlichen und Kinder glaubwürdige Vorbilder zur Seite, die ihnen deine Liebe vorleben.
  • Stifte du, der du unser Friede bist, Versöhnung zwischen Streitenden und hilf allen Egoismus zu überwinden.
  • Lass unsere Verstorbenen bei dir ewige Ruhe und Frieden finden.
  • Hilf Ihnen, nicht zu verzweifeln.

 

Dich loben und preisen wir, jetzt und in alle Ewigkeit. Amen

 

Einleitung zum Vaterunser

Wir heißen Kinder Gottes und sind es, deshalb beten wir voll Vertrauen zu unserem guten Hirten: Vater unser im Himmel ...

 

Segensgebet

Herr Jesus Christus, du willst dich um die Menschen kümmern, für die niemand sorgt. Du willst Halt und Orientierung schenken, denen, die das vermissen. Dazu nimmst du uns in deinen Dienst. Schenke uns offene Augen und Ohren, mache unser Herz offen, dass wir die Nöte und Sorgen der Menschen nicht überhören, nicht übersehen, sondern für die Menschen da sind. Dazu segne uns der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

 

Lied: Nun singe Lob, du Christenheit (Gotteslob 487, 1-5)

Aktuelles

Pfarrbrief

Gemeinsamer Pfarrbrief des Pastoralen Raumes Bad Kissingen ...

Vorwurf des sexuellen Missbrauches

Im Auftrag des Generalvikars der Diözese Würzburg, Herrn Dr. Jürgen Vorndran, wird Folgendes bekannt gegeben ...

50 Jahre Altarweihe Dorfkirche Aura

Vor 50 Jahre wurde in der damals "neuen Kirche" der Altar geweiht ...

Glosse

Glosse

„Hmmmm…“

Erstkommunionfeier in St. Kilian/Nüdlingen. Endlich ist es soweit: Die Kinder dürfen zum ersten mal mitessen - beim Heiligen Mahl. Ich will sie kurz davor nochmal einstimmen: Die Kinder stehen um den Altar; das Geheimnis des Glaubens ist wieder geschehen: im Brot ist Jesus da; das Brot ist zerbrochen und zerteilt, die Hände haben die Kinder schon zur Schale geformt, in ihren Händen liegt der Leib Christi...und dann sage ich nur noch: „Lasst euch die Liebe Jesu schmecken!“gif Hände der Leib Christi

 

Und? Während sie das Stückchen himmllisches Brot langsam essen und dann kommen aus verschiedenen Richtungen tief aus dem Herzen lauter „Hmmmm's!“ Nicht geprobt, schon gar nicht erwartet, aber wahr. Ich war erstaunt, musste schmunzeln und merkte, wie mich das im Herzen berührte: Wann habe ich das letzte mal Hmmm gemacht beim Empfang der Heiligen Kommunion?

Das hat mich neu auf den Geschmack gebracht im Sakrament der Liebe Gottes. Und heißt es nicht: „Wer nicht genießen kann, wird ungenießbar?“ Vielleicht wirken deswegen manche Christen so wie Sauerbier?

 

 

Impuls

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