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Hausgottesdienst -
1. Adventssonntag (C),
28.11.2021

 

Lied:
"Wachet auf", ruft uns die Stimme (GL 554, 1-3)

 

Einleitung

Der frisch duftende Adventskranz mit der ersten brennenden Kerze darauf bringt heimelige vorweihnachtliche Stimmung in unsere Häuser und in unsere Kirche. Schauen wir jedoch nach draußen, was sich in der Welt um uns derzeit tut, vergehen uns diese heimeligen Gefühle. Rundherum gibt es genug Anlässe, die uns Angst machen. Die liturgischen Texte des 1. Adventssonntags greifen uralte Ängste der Menschheit auf, nicht um Ängste zu schüren, sondern um Wege der Hoffnung aufzuzeigen. Sie weisen auf Jesus Christus hin, der kommen wird, um uns in eine gute Zukunft zu führen.

Kyrie-Ruf

Herr, Jesus Christus, Himmel und Erde werden vergehen, aber deine Worte werden nicht vergehen.

Kyrie elesion

Du wirst wiederkommen in Herrlichkeit:
Christe elesion

Du kommst zu einer Stunde, in der wir es nicht erwarten.
Kyrie elesion

Gebet

Gott, du allein bist der Herr der Schöpfung und der Geschichte. Durch deinen Sohn bietest du uns die Erlösung an. Am Beginn der Adventszeit bitten wir dich: Schenk uns das Vertrauen, dass du unser Leben und unsere Welt in deinen Händen hältst.
Amen.

 

Evangelium (Lk 21, 25-28.34-36)

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen und auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres. Die Menschen werden vor Angst vergehen
in der Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn in einer Wolke kommen sehen, mit großer Kraft und Herrlichkeit. Wenn dies beginnt, dann richtet euch auf und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe.
Nehmt euch in Acht, dass Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euer Herz nicht beschweren und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht wie eine Falle; denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen. Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt!

 

Gedanken zum Evangelium

Niemand wagt es heute, ruhige Zeiten zu verheißen. Die Zeitungen sind voll vom Gegenteil. Vielerlei Ängste gehen um. (…) Auch wenn wir einzelne Ängste nach und nach besiegen, früher oder später holt uns unsere eigene Endlichkeit und die Zerbrechlichkeit unseres Lebens ein: Unfälle, Krankheiten, Schicksalsschläge, zerbrechende Beziehungen...

Der 1. Adventssonntag ruft uns jedes Jahr in Erinnerung: Wir leben in einer zerbrechlichen Welt. Alles, was wir in dieser Welt vorfinden, zerfällt früher oder später. Die Hoffnung stirbt zwar zuletzt, wie eine beliebte Redensart nahelegt, aber auch sie stirbt.
Die apokalyptischen Texte, die in die Bibel Eingang gefunden haben, wollen aber nicht Angst machen, sondern uns zu einer Hoffnung hinführen, die nicht stirbt: "Wenn all das geschieht, dann richtet euch auf, und erhebt eure Häupter, denn eure Erlösung ist nahe."

Wie kann man angesichts dieser vielen Ängste und Sorgen Hoffnung haben? (...) Christliche Hoffnung erwächst aus dem Vertrauen, dass der Schöpfer seine Schöpfung aus Liebe ins Dasein gerufen hat und dass ein liebender Schöpfer seine Schöpfung nicht vergehen lassen wird. Er wird wiederkommen und sie neu erstehen lassen. (…) Der Glaube an einen guten Schöpfer, der seine Schöpfung nicht im Stich lässt, bietet selbst angesichts dieser ganzen menschlichen Ängste noch Hoffnung: Sie traut dem Schöpfer eine Neuschöpfung, eine Wiederkunft in Herrlichkeit, zu, weil Gott uns liebt und weil er seiner Liebe treu bleibt.

(Hans Hütter)

 

Lied:
O Heiland reiß die Himmel auf (GL 231, 1-3)

 

Fürbitten

Herr, Jesus Christus, was um uns geschieht, macht uns bestürzt und ratlos. In den Nöten unserer Zeit wenden wir uns an dich:

Wir beten für alle, die in Angst auf ihre persönliche Zukunft schauen, für alle Kranken, Arbeitsuchenden, für die Obdach- und Heimatlosen. Steh ihnen bei in ihrer Not.

Wir bitten dich, erhöre uns.

Wir beten für alle, die in verantwortlichen Positionen uns durch die Krisen dieser Zeit lenken. Lass sie nicht blind sein vor den Sorgen der Menschen und schenke ihnen die Weisheit, richtig zu handeln.

Wir beten für alle Kinder und Jugendlichen, dass sie trotz aller Krisen und Bedrohungen, ausreichend Geborgenheit erleben und sich entfalten können.

Wir beten für alle Verstorbenen, im Besonderen für alle, an die niemand mehr denkt. Lass sie in deinem himmlischen Reich Frieden und Heimat finden.

Auf dich, Herr, schauen wir. Auf dich warten wir, von dir erwarten wir die Erlösung von allem Bösen.

Amen.

 

Einleitung zum Vaterunser

Jesus Christus schenkt uns Hoffnung auch in Zeiten der Angst. Als Zeichen, dass wir auf ihn, unseren Gott vertrauen dürfen, schenkte er uns sein Gebet:

Vater unser im Himmel …

 

Schlussgebet

Herr, unser Gott, du hast uns mit neuer Kraft gestärkt. Zeige uns den rechten Weg durch diese vergängliche Welt und lenke unseren Blick auf das Unvergängliche, damit wir in allem dein Reich suchen. In Vertrauen auf dich und deine unvergängliche Liebe. Amen.

 

Lied:
Macht hoch die Tür, die Tor macht weit (GL 218, 1-3)

 

 

Aktuelles

Auszeit für die Seele

Herzliche Einladung am Sonntag, den 23. Januar 2022 um 18:00 Uhr in die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer Euerdorf zur "Auszeit für die Seele ...

Aktion Dreikönigssingen 2022

Gesund werden - Gesund bleiben Aufgrund der aktuellen Corona-Lage können auch in diesem Jahr die Sternsinger wieder nicht von Haus zu Haus gehen und ihren Segen wie gewohnt bringen und Spenden ...

Glosse

Es gibt ein Leben nach Weihnachten!“

 

Vielleicht denken Sie sich gerade: „Jetzt ist das zu spät, hätte mich mal jemand eher daran erinnert, dass es ein Leben nach Weihnachten gibt.“

Jetzt wo ich vor lauter Vorbereitungen für das Fest völlig abgehetzt und fix und fertig bin: vom Einkaufen, Plätzchen backen, Geschenke besorgen, Schmücken, Putzen, Weihnachtspost erledigen ...

So sehr wir oft einen guten Anlass brauchen und Weihnachten ist nun mal das Fest der Liebe, da ist es natürlich schön, an viele zu denken und ihnen eine Freude zu machen. Aber freut man sich während des Jahres nicht auch über ein kleines Geschenk, einen lieben Gruß, einen Anruf, einfach mal so, ohne Anlass?

Geschenke_zum_verschenken_mit_Jesuskind.png

 Als Christen dürfen wir durch Weihnachten unser Leben noch einmal in einem ganz anderen und besonderen Licht sehen: Der Himmel ist offen. Was für eine Perspektive wird uns da von Gott durch seine Menschwerdung in Jesus geschenkt!

Und wenn Jesus die Chance bekommt, in mir zu wachsen und groß zu werden, dann gibt es sowas von ein Leben nach und durch Weihnachten!

Auf das Leben

Ihr/euer
Pfarrer Gerd Greier

 

Impuls

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